Familienaufstellung: Die Ursache für Geldverlust
Bericht über eine Familienaufstellung zum Thema Geldverlust und finanzielle Schwierigkeiten
Jennifer aus Aschersleben kam mit einem tief verwurzelten finanziellen Problem zur Familienaufstellung. Sie berichtete, dass sie trotz aller Bemühungen und Vorsicht ständig Geld verliere und am Ende nie genug zur Verfügung habe. Selbst wenn es ihr gelang, etwas anzusparen, verschwand es kurz darauf wieder. Dies hatte sie über viele Jahre hinweg frustriert und verunsichert.
Jennifer stellte sich die Frage, ob ihr finanzielles Ungleichgewicht möglicherweise nicht nur mit ihrem eigenen Verhalten zusammenhängen könnte, sondern mit tieferen, familiären Ursachen. Mithilfe einer Aufstellung wollte sie die Wurzeln dieses Musters erforschen und eine Lösung finden, um zukünftig in finanzieller Fülle zu leben.
Die Aufstellung
In der Aufstellung wurden zunächst Jennifer selbst und der Verlust des Geldes als Stellvertreter positioniert. Bereits nach kurzer Zeit wurde spürbar, dass noch eine weitere Person in der Aufstellung fehlte. Jennifer empfand eine innere Schwere und Unsicherheit, als ob sie eine Last trüge, die nicht ihre eigene war. Durch gezielte Fragen nach Familienmitgliedern, die ebenfalls große Verluste erlebt hatten, kam Jennifer auf ihren Großvater zu sprechen.
Ihr Großvater war als Kind mit seiner Familie aus Schlesien geflohen, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei verlor die Familie ihr gesamtes Hab und Gut und musste in einer neuen Umgebung ohne Besitz und finanzielle Sicherheit von vorn beginnen. Diese traumatische Erfahrung hatte den Großvater sein Leben lang geprägt, und in der Aufstellung wurde spürbar, dass Jennifers eigenes finanzielles Ungleichgewicht mit diesem Verlust in Verbindung stand. Um die energetische Verbindung zu diesem Ereignis sichtbar zu machen, wurden in der Aufstellung zusätzlich der Großvater und die verlorene Heimat Schlesien als Stellvertreter einbezogen.
Die Erkenntnis
Sobald der Großvater und Schlesien in die Aufstellung integriert waren, kam Bewegung in das Bild. Jennifer spürte eine starke emotionale Verbindung zu ihrem Großvater, als ob sie seine Trauer und seinen Schmerz unbewusst übernommen hatte. Es zeigte sich, dass der Verlust des Geldes tief mit dem Schicksal des Großvaters verbunden war. Jennifer trug unbewusst die Last seines erlittenen Verlustes weiter, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Durch ein würdigendes Ritual anerkannte Jennifer das schwere Schicksal ihres Großvaters. Sie sprach aus, dass sie seinen Schmerz sieht und ihm die Ehre erweist, aber dass sie nun bereit sei, ihr eigenes Leben zu führen, ohne weiterhin seine Verluste als ihre eigenen zu tragen. Dies führte zu einer spürbaren Erleichterung in der Aufstellung. Der Stellvertreter des Großvaters richtete sich auf, atmete tief durch und zeigte Anzeichen von Entspannung. Auch Jennifer empfand eine unerwartete Verbundenheit mit der alten Heimat Schlesien, was ihr ein Gefühl der inneren Ruhe und Klarheit brachte.
Interessanterweise kam während der Aufstellung auch zur Sprache, dass Jennifers Familie über die Jahrzehnte hinweg nie über die Verluste des Großvaters gesprochen hatte. Der Schmerz war unausgesprochen weitergegeben worden, und Jennifer hatte ihn in Form von finanziellen Problemen unbewusst übernommen. Mit dieser Erkenntnis begann sich die Aufstellung weiter zu lösen.
Die Lösung
Jennifer entschied sich daraufhin, die verlorene Heimat ihres Großvaters zu besuchen. Sie plante, einige Tage in Polen zu verbringen und dort auf den Spuren ihrer Familie zu wandeln. Sie wollte die Verbindung zu ihren Vorfahren bewusst wahrnehmen und die Heimat, die ihr Großvater einst verloren hatte, mit eigenen Augen sehen. Durch diesen bewussten Schritt wollte sie nicht nur das Schicksal ihrer Vorfahren anerkennen, sondern auch für sich selbst ein neues Kapitel beginnen.
Am Ende der Aufstellung entspannten sich alle Stellvertreter spürbar. Der Verlust des Geldes hatte seine Aufgabe erfüllt und zeigte sich erleichtert. Jennifer selbst verspürte Hoffnung und eine neue Offenheit für finanzielle Fülle. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sie sich von der Last der Vergangenheit befreit und bereit, mit einem neuen Bewusstsein in die Zukunft zu blicken.
Nach der Aufstellung nahm sie sich vor, nicht nur die Reise nach Schlesien anzutreten, sondern auch in ihrem Alltag bewusster mit Geld umzugehen. Sie wollte sich nicht länger von unbewussten Mustern beeinflussen lassen, sondern mit Vertrauen und Dankbarkeit eine neue finanzielle Realität erschaffen.
Jennifer blickt nun mit Zuversicht in die Zukunft und freut sich darauf, ihre neue innere Freiheit auch im materiellen Leben zu erfahren.